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Diese Urlaubsoase befindet sich am ruhigen, grünen Gürtel der Kleinstadt Gyula in Südostungarn, in der ungarischen Tiefebene. Gyula ist für sein staatlich anerkanntes Heilwasser und das Gyulaer Burgbad berühmt. Gyula nennt sich auch als „historische Badestadt”, weil eine 600-jährige gotische Ziegelburg im Zentrum steht. Im Flachland ist das breit und weit, in ganz Europa einzigartig... Weiter 

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Deutsche in Gyula

Deutsche in Gyula (Autor: Ádám Reisz)

Die Stadt Gyula war bereits in den 1980-er Jahren ein Touristenmagnet für deutschsprachige Reisende. Aus der Nachbarnortschaft Elek wurden 1946 mehr hunderte Ungarndeutsche nach Deutschland ausgesiedelt. Seit den 1970-er Jahren kamen sie wieder, um Verwandte zu besuchen und sich im Gyulaer Burgbad zu erholen, das seit dem 1. Mai 1957 jeden Tag des Jahres geöffnet ist. Sie nahmen den guten Ruf des Heilwassers mit nach Hause, die Stadt Gyula hat seine Boten auf dieser Art und Weise nach Deutschland und Östereich geschickt. So trafen immer mehr Touristen aus deutschsprachigen Ländern in Gyula ein. Früher mal mit organisierten Reisebussen, dann immer mehr privat mit dem PKW. Viele haben sich hier sogar eine Wohnung oder ein Haus gekauft, und verbringen einen großen Teil des Jahres in Gyula. Natürlich hat Gyula auch noch viel Anderes zu bieten. Die Gyulaer Ziegelburg aus dem Mittelalter ist in einem einwandfreien Zustand. Darin befindet sich eine Dauerausstellung, die darstellt, wie sie vor 600 Jahren dem König und den Bewohnern der Gegend diente. In der Burg finden im Sommer (seit 1964) Burgtheaterspiele statt. Franz Erkel, der Gründer der ungarischen Oper und Komponist der ungarischen Nationalhymne wurde in Gyula geboren. Sein Geburtshaus ist ein Museum. 13 Km von Gyula gibt es ein Gehöftmuseum mit Bauernhof, wo man einen schönen Tag gut verbringen kann. Es gibt in Gyula schon seit Jahrzehnten über 5000 Gästebetten, Restaurants, so kamen in einem guten Jahr etwa 1 Million Touristen nach Gyula. Für einige Tage oder sogar für eine Woche.


Wie ist aber das Deutschtum in Gyula (ungarndeutsch: „JULA”) entstanden, wie ist es zur Aussiedlung (Verschleppung) der Ungarndeutschen gekommen?


Urkundlich wird Gyula zuerst 1233 erwähnt. Die Burg wurde zwischen 1387-1405 gebaut. Die Türkenherrschaft dauerte 129 Jahre lang. Nach der Befreiung von den Türken blieb eine verödete Landschaft zurück. Baron Johann Georg von Harruckern, ein Österreicher Kriegsliferant, bekam von der Österreichischen Hofkammer für seine Dienste Gyula und noch viele Orte im Komitat Békés. Er ließ 1724 Deutsche aus der Gegend von Würzburg in Gyula, Elek und Sankt Martin (letztes heute in Rumänien) ansiedeln. Eine zweite Ansiedlungsetappe fand 1740-1780 unter Kaiserin Maria Theresia, und eine dritte 1782 unter Kaiser Joseph II. statt. Die ersten Ansiedler kamen also 1724 in Gyula an und gründeten ihre selbstständige Stadt „Deutschjula”. Diese Ansiedlung war für die Ansiedler freiwillig, friedlich, nützlich und zum Überleben notwendig. Das Erbgesetz war in Deutschland so, daß nur der jüngste Sohn das Ackerfeld erben konnte. So suchten und fanden die älteren Brüder und Schwester in Ungarn eine neue Existenz. Sie bekamen ihre Erbschaft in Bargeld ausbezahlt, oder als Vieh, Wagen, Geräte, usw. Sie erhielten vom König Karl VI. (auch als ungarischer König Karl III.) den Freibrief und fuhren mit der selbstgebauten Ulmer Schachtel auf der Donau nach Ungarn. Die deutschen Ansiedler durften sich im westlichen Teil von Gyula niederlassen. Das war eigentlich eine Insel zwischen den Flüssenarmen der Weißen Körös und dem Sankt Johann Graben. Sie bauten hier ihre Häuser und am heutigen Aporplatz die Sankt-Josephs-Kirche (die heutige Kirche ist die dritte am Ort und steht seit 1863).

 

Von 1734 war Deutschgyula eine selbstständige Stadt, 1857 wurde es mit Ungarischgyula (und Rumänischgyula) vereinigt. Die Deutschen sprachen bis Ende des 19. Jahrhunderts deutsch, nach der Vereinigung aber immer weniger. Bis zum 2. Weltkrieg kam die deutsche Sprache in den Hintergrund, an der Volkszählung in 1941 haben die Gyulaer Deutschen „ungarische Nationalität und ungarische Muttersprache” angegeben. Ihr Name blieb aber meistens Deutsch, so wurden mehr Hunderte als „Mithelfer von Hitler” im Zeichen der „kollektiven Schuld” 1945 für mehrere Jahre zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert. Die Bewohner in Elek (Nachbarnort) haben meißtens deutsche Muttersprache angegeben, so wurden sie teils zur Zwangsarbeit deportiert, weitere hunderte 1946 dann nach Deutschland verschleppt. Viele starben im Lager, und viele gingen nach der Zwangsarbeit direkt nach Deutschland. Der Deutschunterricht wurde in Ungarn nach dem 2. Weltkrieg eingestellt. In Gyula wurde im Schuljahr 1958/59 damit wieder angefangen. In der József-Implom-Grundschule wird erhöhte Deutschstundenzahl (5 Stunden/Woche) von der 1. bis zur 8. Klasse unterrichtet. Im Deutschstädtischen

 

Kindergarten üben 120 Kinder täglich die deutsche Sprache . Am Ende der 1970-er Jahre beschloß etwa ein Dutzend Intellektueller deutschen Abstammes in Gyula, die noch in dieser Stadt vorhandene geistige und kulturelle Hinterlassenschaft der deutschen Vorfahren zu sammeln, zu ordnen, zu retten und in Sicherheit zu bringen. Nach wiederholten Besprechungen kam es dann 1980 zur offiziellen Gründung des Deutschen Klubes. Im Jahresprogramm standen: Sprachpflege, Vorträge, Ausflüge, Schwabenbälle. Der Klub ist heute als Dauerausstellung zu besuchen. Nach der Wende in 1989 kam es zu Städtepartnerschaften in deutschsprachigen Ländern: 1991 Ditzingen (Baden-Württemberg), 1996 Schenkenfelden (Ober-Österreich) und 1997 Krumpendorf (Kärnten). Schulen in Gyula und Ditzingen schlossen Schulpartnerschaften, Vereine besuchen einander anläßlich Veranstaltungen. Schenkenfelden und Gyula sind durch Baron Johann Georg von Harruckern verbunden, dessen 350. Geburtstag 2014 gefeiert wird. Seit 2007 nennt sich die grösste Mittelschule in Gyula Johann-Harruckern-Mittelschule, auf derem Hof 2011 ein Harruckern Denkmal gestellt wurde. Krumpendorf steht durch die Feuerwehr mit Gyula in Kontakt. Die so genannten Feuerwehr-Sternfahrten werden jährlich organisiert.


In Gyula wird die deutsche Sprache alltäglich benutzt. Die Ungarndeutschen pflegen ihre Traditionen, es gibt etliche deutschsprachige Aufschriften – sowohl auf der Straße als auch in Kirchen, Museen, Institutionen, im Burgbad, Hotels, Restaurants, usw.


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